Solitaire und Sudoku sind seit Jahrzehnten beliebt – und das aus gutem Grund. Diese Spiele fordern gezieltes Denken: Kartenpositionen verfolgen, Zahlen ausschließen, Züge vorausplanen. Das klingt nach wenig, ist im Alltag aber überraschend selten.
Zum Schachmeister wird man durch ein paar Online-Partien sicher nicht. Aber die Gewohnheit, ein Problem so lange anzuschauen, bis es sich löst, hat einen echten Wert. Forscher sind sich einig, dass regelmäßige kognitive Herausforderungen Mustererkennung und geistige Flexibilität langfristig unterstützen können – auch wenn die Effektgrößen bescheiden sind.
Und dann ist da noch der einfachere Grund: Fünf Minuten Minesweeper oder eine Runde Wordle geben der Aufmerksamkeit eine klare, abgeschlossene Aufgabe. Man fängt an, löst es, und ist fertig. Dieses Gefühl ist ehrlich gesagt seltener, als es klingt.